Beteiligungsverfahren zum Ausbau der Kastanienallee

Veröffentlicht am 13.01.2009 in Bezirk

Die Sanierung der Kastanienallee in Prenzlauer Berg ist dringend notwendig. Daran gibt es keinen Zweifel. Wie aber soll dieses wichtige Straßenbauprojekt realisiert werden? Worauf legen die Anwohnerinnen und Anwohner wert? Wie können die unterschiedlichen Erwartungen von Autofahrern, Radlern und Fußgängern unter einen Hut gebracht werden? Wie lässt sich das einzigartige Flair der Allee angesichts wachsender Verkehrsströme erhalten? Die SPD-Fraktion hat die Debatte um den Ausbau dieser pulsierenden Straße von Anfang an mitbestimmt und eine umfangreiche Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger gefordert. Jetzt findet am Dienstag, dem 20. Januar 2009, um 19 Uhr in der GLS Sprachenschule, Kastanienallee 82, die Auftaktveranstaltung für das Beteiligungsverfahren statt.

Finanziert aus dem Programm "Städtebaulicher Denkmalschutz" spannt die vom Bezirksamt Pankow mit BVG, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Verkehrslenkung Berlin abgestimmte Entwurfsplanung den Bogen zwischen städtebaulichem Denkmalschutz, Verkehrssicherheit für Fußgänger, Radfahrer und Mobilitätsbehinderte sowie den verschiedenen und teils konträren Interessen der Anwohnerinnen und Anwohner, Touristen und Gewerbetreibenden. Die Infoveranstaltung des Bezirksamtes Pankow und der Sanierungsgesellschaft S.T.E.R.N. zur Sanierung der Straße leitet die fünfwöchige Auslegungsphase der Planungsunterlagen ein, in der Bürgerinnen und Bürger Hinweise, Anregungen und Einwendungen einbringen können. Diese sollen dann Anfang April in einer Erörterungsveranstaltung behandelt werden und in die Überarbeitung der Entwurfsplanung eingehen.

Im Vorfeld der Infoveranstaltung findet am Montag, dem 19. Januar 2009, ab 15 Uhr (Treffpunkt: Skladanowsky-Dreieck an der Schönhauser/Ecke Kastanienalleeeine) eine öffentliche Besichtigung der Kastanienallee mit Vertreterinnen und Vertretern des Landesverbandes Selbsthilfe, der Seniorenvertretung und des Behindertenbeirats Pankow statt. So sollen die Belange von älteren Menschen und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen stärker als bisher bei der Planung Berücksichtigung finden. Aus Sicht der SPD-Fraktion ist das Bezirksamt mit dem jetzt eingeleiteten Verfahren auf dem richtigen Weg, um die Interessen aller Betroffenen angemessen abwägen zu können und den Planungsprozess für die Bürgerinnen und Bürger tatsächlich transparent zu machen.