Bezirk Pankow zeigt Ausstellung über Vertragsarbeit in der DDR

Veröffentlicht am 03.03.2010 in Bezirk

SPD-Fraktion sieht wichtigen Beitrag zur Aufklärung

Vor einem Jahr hat die Bezirkverordnetenversammlung (BVV) Pankow auf Initiative der SPD-Fraktion dafür votiert, die Ausstellung „Bruderland ist abgebrannt“ des Vereins Reistrommel e. V. im Bezirk zu zeigen. Jetzt hat das Bezirksamt die BVV darüber informiert, dass diese Ausstellung im Juli 2010 für vier Wochen im Rathaus Pankow zu sehen sein wird.
„Wir freuen uns über die erfolgreiche Umsetzung, denn der Bezirk Pankow leistet damit einen wichtigen Beitrag, ein dunkles Kapitel der DDR-Geschichte aufzuarbeiten. So genannte Vertragsabeiterinnen und Vertragsarbeiter waren in der DDR diskriminiert und isoliert. Die Ausstellung leistet hier eine gute Aufklärungsarbeit über ihre Lebensum-stände und Arbeitsbedingungen“, so Rona Tietje, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion. Viele der aus Vietnam, Mosambik, Kuba, Nordkorea oder Polen stammenden Menschen leben noch heute in Pankow. „Vor diesem Hintergrund ist es auch ein wichtiges Signal des Bezirks, die Integration von Migrantinnen und Migranten zu fördern und ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit zu setzen“, betont Tietje.