Ehemaliger Filmstandort Weißensee wird gewürdigt

Veröffentlicht am 03.03.2010 in Kultur

Informationsstelen verweisen auf das kulturelle Erbe

Der Pankower Ortsteil Weißensee war in den 1910er- und 20er-Jahren ein bedeutender Standort der Deutschen Filmindustrie. Dieses kulturelle Erbe soll jetzt in Form von Info-Tafeln oder einer Informationsstele gewürdigt und für die Öffentlichkeit sichtbar gemacht werden. Das sieht ein Antrag vor, den die SPD-Fraktion am heutigen Mittwoch in die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Pankow eingebracht hat. „Solche Stelen würden einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Identität Weißensees leisten. Der Bezirk würdigt dadurch das einstige Filmschaffen in Weißensee und trägt dazu bei, dieses öffentlichkeitswirksam zu dokumentieren“, betont die weißenseer SPD-Bezirksverordnete Simone Ehrenberg-Silies.
In Weißensee sind Klassiker der deutschen Filmgeschichte wie etwa „Halbblut“ von Fritz Lang entstanden. Viele Filmstudios waren im damaligen Bezirk ansässig, darunter die Deutsche Vitascope-Gesellschaft und die Continental (später Reicher & Reicher). Dieses historische Erbe Weißensees solle nicht nur Bürgerinnen und Bürgern, sondern auch Gästen des Bezirks näher gebracht werden, so Ehrenberg-Silies. „Um möglichst viel Sachkenntnis einfließen zu lassen, sollen bei der Entwicklung und Gestaltung der Informationsstelen der Verein der Freunde des Kino Toni e.V., die Weißenseer Heimatfreunde, die Kunsthochschule Weißensee und interessierte Kulturschaffende des Bezirkes einbezogen werden“, erläutert Ehrenberg-Silies. Der SPD-Antrag wird nun in den Ausschüssen für Kultur und Bildung sowie Stadtentwicklung behandelt.

 



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