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Veröffentlicht am 02.01.2019 in Fraktion

Der “Bucher Bote

Die Redaktion des “Bucher Boten“ befindet sich im multifunktionalen “Bucher Bürgerhaus“ Eine zentrale Bedeutung im Bürgerhaus hat das Bürgeramt Karow-Buch, das als erstes 2012 eingezogen ist. Das Bezirksamt betreibt dort einen Seniorentreff und mehrere freie Träger haben sich mit den unterschiedlichsten Projekten der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe an. Dann gibt es die Frauenberatungsstelle „Berta“ und einen Pflegestützpunkt und darüber hinaus werden im Haus Gesundheits-, Kreativ- und Sprachkurse von der VHS angeboten. Der Träger Albatros GmbH mit seinem Selbsthilfe- und Stadtteilzentrum bietet weitere Möglichkeiten zur Beratung, Begegnung und für soziale Kontakte.

Der erste “Bucher Bote“ wurde 1993 herausgegeben. Seit 1996 ist Frau Christiane Spitz beim “Bucher Boten“ tätig. Früher gab es bis zu insgesamt 5 Mitarbeiter, heute ist Frau Spitz in Personalunion zuständig für die redaktionelle Arbeit bis hin zum Vertrieb. An 50 Verkaufsstellen werden monatlich 4.500 Exemplare zum Preis von 1,50 € pro Blatt verkauft. Der “Bucher Bote“ wird von den Bürgerinnen und Bürgern gut angenommen und hat sich etabliert.

Auf meine Frage, wo denn der ‚Schuh drückt’, und wo es die gravierendsten Veränderungen gebe, erwiderte Frau Spitz, dass die steigenden Mietpreise das größte Problem darstellten. Darüber hinaus hätte sich durch die Konzentration an Geflüchteten viel für die Menschen verändert. Viele Bürgerinnen und Bürger hätten Angst vor dieser Veränderung. Viele ältere Menschen würden nicht mehr ins Stadtteilzentrum kommen und auch bei den Festen, die stattfinden, kämen fast ausschließlich Geflüchtete. Aber auch wenn viele Menschen mit einer eher negativen Einstellung zu den Geflüchteten den “Bucher Boten“ lesen und Frau Spitz eher Pro Geflüchtete schreibt, gehören Hassmails an sie doch zur Ausnahme.

Stadtteilzentrum im Turm Karow

Der Turm ist ein klassisches Stadtteilzentrum mit Priorität auf Seniorenarbeit und sozialer Beratung sowie einem Willkommens-Projekt.

Mein Gespräch führte ich mit Frau Elke Heller, der Projektkoordinatorin.

Die Situation in Karow ist eine ganz andere als in Buch, eine bessere. In Karow sind mittlerweile 200 syrische Familien in Wohnungen untergebracht und somit angekommen, darunter viele Alleinerziehende mit Kindern. In letzter Zeit sind eher Menschen aus Lateinamerika gekommen. Die Stimmung sei ruhig, berichtete Frau Heller. Ihre Vision sei es, eine neue Nachbarschaft aufzubauen, egal woher die Menschen kämen. Die Menschen in die richtigen Kanäle bringen, vom Computerkurs bis zum Existenzgründungsseminar, das sei das Wichtigste.

Was Frau Heller sich wünschen würde, wäre mehr Platz im Stadtteilzentrum, mehr Spielplätze und dass die Piazza schöner wird. Dass mehr für die Bevölkerung getan wird, nicht ‚nur‘ für Geflüchtete. Und mehr Geld für künftige Projekte.

Bericht von BV Annette Unger

 

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