Erinnerung an ehemaligen Filmstandort Weißensee

Veröffentlicht am 15.08.2010 in Bezirk

Informationsstellen verweisen auf das kulturelle Erbe

Der Pankower Ortsteil Weißensee war in den 1910er- und 20er-Jahren ein bedeutender Standort der Deutschen Filmindustrie. Dieses kulturelle Erbe soll jetzt in Form einer Informationsstele für die Öffentlichkeit sichtbar gemacht werden.

Das hat die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Pankow nach einer Beratungsphase in den Ausschüssen auf Initiative der SPD-Fraktion vor der Sommerpause beschlossen. „Solche Stelen leisten einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Identität Weißensees. Der Bezirk würdigt dadurch das einstige Filmschaffen in dem Ortsteil und trägt dazu bei, dieses öffentlichkeitswirksam zu dokumentieren“, betont die weißenseer SPD-Bezirksverordnete Simone Ehrenberg-Silies. Das historische Erbe Weißensees solle nicht nur Bürgerinnen und Bürgern, sondern auch Gästen des Bezirks näher gebracht werden. „Um möglichst viel Sachkenntnis einfließen zu lassen, sollen bei der Entwicklung und Gestaltung der Informationsstele der Verein der Freunde des Kino Toni e.V. und die Weißenseer Heimatfreunde einbezogen werden“, erläutert Ehrenberg-Silies.
In Weißensee sind Klassiker der deutschen Filmgeschichte wie etwa „Halbblut“ von Fritz Lang entstanden. Viele Filmstudios waren im damaligen Bezirk ansässig, darunter die Deutsche Vitascope-Gesellschaft und die Continental (später Reicher & Reicher).

 



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