„Fraktion vor Ort“ im Mühlenkiez

Veröffentlicht am 21.04.2015 in Stadtentwicklung

Fraktion vor Ort im Quartierspavillon

Gefällte Bäume, die ersatzlose Bebauung von Parkplätzen und Grünflächen sowie eine übermäßige Verdichtung – die Anwohnerinnen und Anwohner der Michelangelostraße hatten in den vergangenen Wochen große Sorgen um die Zukunft ihres Wohngebietes. Entsprechend emotional verlief die bisherige Debatte zum dort geplanten Neubauvorhaben. Dass der bisherige Architektenentwurf zwar die Diskussionsgrundlage ist - mehr aber auch nicht - kann deshalb nicht oft genug betont werden. Art und Umfang der endgültigen Bebauung sind nach jetzigem Stand noch völlig offen und werden in den vertiefenden Planungen der kommenden Monate erarbeitet. Zu diesem Thema hat die SPD-Fraktion Pankow am gestrigen Montagabend VertreterInnen der Genossenschaften „Zentrum“ und MERKUR, in deren Häusern ein großer Teil der Betroffenen lebt, sowie deren MietervertreterInnen in den Quartierspavillon an der Thomas-Mann-Sraße eingeladen. Ziel des Abends war es, „rote Linien“ auszuloten, die in den weiteren Planungen zu berücksichtigen sind.

 

Etwa 40 Gäste waren gekommen, um in kleiner Runde ihre Sorgen, aber auch ihre Ideen in Bezug auf das Vorhaben anzusprechen. Dabei wurde von Fraktionsvertretern direkt zu Beginn deutlich gemacht, dass es nicht um das „Ob“, sondern nur um das „Wie“ einer Bebauung gehen kann. Denn dass Wohnungsbau auf landeseigenen Flächen mit genossenschaftlichen Partnern sinnvoll ist, um das Mietniveau auf einem verträglichen Level zu halten, war auch an diesem Abend unstrittig. Wie viele Wohnungen aber tatsächlich gebaut werden, wie eine Lösung der Parkplatzproblematik aussehen kann und wie die Verdichtung zu gestalten ist, um sie dennoch mit ausreichend attraktiven Grünflächen in Einklang zu bringen, muss gemeinsam erarbeitet werden. Dazu gab es viele Anregungen, direkt im Gespräch ebenso wie über einen von der Fraktion verteilten Fragebogen.

 

 

Die überwiegend sehr sachliche und konstruktive Debatte dieses Abends gilt es nun in den weiteren Gesprächen fortzuführen. Da die unzureichende Information der Anwohnerschaft im bisherigen Projektverlauf kritisiert wurde, wird die SPD-Fraktion die Einrichtung eines Werkstattverfahrens vorschlagen, wie es sich bereits bei anderen großen Bauvorhaben bewährt hat. Über eine noch zu bildende Betroffeneninitiative wären die AnwohnerInnen so direkt an den Planungen beteiligt. Die SPD-Fraktion Pankow wird sich im weiteren Prozess dafür einsetzen, dass maßvoll verdichtet wird und die Interessen der jetzigen BewohnerInnen angemessen berücksichtigt werden. Dabei darf der Blick jedoch nicht nur auf die Michelangelostraße verengt werden. Vielmehr muss der gesamte Mühlenkiez so entwickelt werden, dass das Quartier als Ganzes profitiert und der Wohnqualität von BestandsmieterInnen und Zugezogenen gleichermaßen Rechnung getragen wird. Dafür stehen wir als Ansprechpartner weiterhin gern zur Verfügung.

 

  • Die Positionen der SPD-Fraktion Pankow zum Neubauprojekt an der Michelangelostraße als Download

 

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