Fraktionsvorsitzende zu Gast bei der Seniorenvertretung

Veröffentlicht am 26.06.2011 in Seniorenpolitik

„Wir wollen einen lebendigen und vielfältigen Bezirk, in dem sich alle Generationen wohl fühlen. Deshalb wollen wir alle Bürgerinnen und Bürger noch stärker in politische Entscheidungsprozesse einbinden - gerade auch lebenserfahrene Menschen." Dies machte die SPD-Fraktionsvorsitzende Sabine Röhrbein bei einem Gespräch mit der Seniorenvertretung des Bezirks Anfang Juni deutlich. So will die SPD unter anderem die bezirklichen Beiräte für Frauen, Integration und Menschen mit Behinderung sowie die Seniorenvertretung künftig noch bewusster als Expertengremien wahrnehmen.

"Die Bürgerinnen und Bürger engagieren sich ehrenamtlich in diesen Gremien, sind hochmotiviert und wollen etwas für ihre Mitmenschen bewegen. Die BVV geht zu selten auf sie zu, wenn wichtige Entscheidungen anstehen. Wissen und Erfahrungen, die sich dort versammelt haben, sind von unschätzbarem Wert für die Bezirkspolitik. Diesen Schatz gilt es zu heben."

Auch die Senioren-BVV soll gemeinsam mit den Seniorinnen und Senioren weiterentwickelt werden. Die in diesem Jahr erprobte neue Form der Zusammenarbeit mit der Seniorenvertretung ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, war sich die Gesprächsrunde einig. In der nächsten Wahlperiode soll daran angeknüpft werden. Sabine Röhrbein nahm hierzu den Wunsch mit, den durch die Geschäftsordnung vorgegebenen Ablauf der BVV-Tagungen für die Seniorinnen und Senioren noch transparenter zu machen. "Ich kann mir durchaus eine Übersicht mit den wichtigsten Begriffen und Verfahren vorstellen, damit das Publikum die Debatte besser verfolgen kann", sagte sie.

Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger engagieren sich wie die Aktiven in der Seniorenvertretung in Pankow, Prenzlauer Berg und Weißensee ehrenamtlich. "Wir stehen hier für eine aktive Anerkennungskultur. Deshalb wollen wir auch gemeinsam mit Vereinen und Gremien über eine attraktivere Form des bezirklichen Ehrenamtspreises nachdenken", so die SPD-Fraktionsvorsitzende. Die SPD will außerdem eine bezirkliche Ansprechperson für bürgerschaftliches Engagement im Bezirksamt benennen, die gezielt an die zuständigen Stellen vermittelt, wenn Vereine oder Nachbarschaftsinitiativen zum Beispiel ein Fest organisieren wollen.

Die Seniorenvertretung reagierte zurückhaltend auf die Ankündigung, dass die SPD Kooperationsprojekte von Jugendfreizeit- und Seniorenbegegnungsstätten fördern will. In der Vergangenheit waren solche Versuche zum Verdruss der Seniorinnen und Senioren gescheitert. "Lebensältere und Junge Menschen können bei gemeinsamen Aktivitäten viel voneinander lernen, brauchen aber auch Raum und Zeit, um sich mit Gleichaltrigen auszutauschen. Vor diesem Hintergrund wollen wir Konzepte für eine generationsübergreifende Nutzung bestehender Einrichtungen gemeinsam mit allen Beteiligten entwickeln", erläuterte Röhrbein.

Als insbesondere für Seniorinnen und Senioren wichtigen Erfolg sozialdemokratischer Bezirkspolitik hob sie den Mieterschutz hervor: "Uns ist wichtig, dass ältere Menschen so lange wir möglich in ihrem vertrauten Wohnumfeld leben können und nicht wegen Modernisierung und unbezahlbaren Mieten umziehen müssen. Dies konnten wir in den vergangenen Jahren vielfach sicherstellen. Wir wollen jetzt eine Zielvereinbarung mit den städtischen Wohnungsbaugesellschaften und eine verstärkte Zusammenarbeit mit größeren Genossenschaften, um darüber hinaus auch gezielt seniorengerechten und barrierefreien Wohnraum anbieten zu können." Die SPD will das Angebot der neu eingerichteten Pflegestützpunkte noch bekannter machen und ihre Vernetzung mit Ehrenamtlichen und Selbsthilfegruppen fördern. "In der Verkehrspolitik setzen wir uns für bessere Anschlüsse und barrierefreie Umsteigemöglichkeiten bei Bussen und Bahnen, aber auch längere Ampelphasen für Fußgänger ein."

 

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