Stauraumkanal im Mauerpark: Die SPD-Fraktion fragt nach

Veröffentlicht am 03.02.2014 in BVV

Der von den Berliner Wasserbetrieben geplante Bau eines Stauraumkanals unter dem Mauerpark beschäftigte am 29.01.2014 die Bezirksverordnetenversammlung Pankow. Klaus Mindrup hatte das Thema mit einer Großen Anfrage für die SPD-Fraktion auf die Tagesordnung gebracht. Darin bat er das Bezirksamt um Auskunft zur geplanten Bauzeit und den damit verbundenen Einschränkungen für Anwohner, Nutzer und Besucher des Mauerparks.

Baustadtrat Kirchner machte in seiner Stellungnahme deutlich, dass sich das Projekt derzeit in der Vorplanungsphase befinde. Gleichwohl habe man sich darauf festgelegt, zwei Jahre lang durchgängig zu bauen. Hier war lange für eine 5-Jahres-Variante mit ruhenden Bauarbeiten in den Sommermonaten geworben worden. Eine Genehmigung für die schnellere und zugleich kostengünstigere Variante wird der Bezirk laut Kirchner allerdings nur unter der Auflage erteilen, Nutzungsbeeinträchtigungen des Mauerparks während des Baus weitgehend auszuschließen. Das heißt, dass die Bauarbeiten den Zugang zum Park so wenig wie möglich behindern und im Mauerpark selbst überhaupt nicht spürbar sein sollen. Dafür müssten die Start- und Zielbaugruben, die für das unterirdische Bauprojekt notwendig sind, im Winter geschaffen werden. Im Sommer wäre der Bau dann soweit fortgeschritten, dass der Zugang zum Mauerpark problemlos möglich wäre.

Fragen zur genauen Verkehrsführung während der Bauarbeiten konnte der Baustadtrat noch nicht abschließend beantworten. Inwiefern also die Bernauer Straße/Schwedter Straße sowie die nördliche Gleimstraße, an der die Start- und Zielgruben für den unterirdischen Kanalbau installiert werden, gesperrt werden müssten, bleibt abzuwarten. Einig sei man sich jedoch in dem Punkt, dass eine längere Unterbrechung der Straßenbahnlinie M10 unbedingt zu vermeiden ist. Mit diesen und anderen Detailfragen soll sich eine Projektsteuergruppe beschäftigen, die aus Vertretern von Bezirksamt, Wasserbetrieben und Anwohnern gebildet wird. So könnten Hinweise vor und während der Bauarbeiten direkt aufgenommen werden.

Dass es beim Thema Stauraumkanal viel Gesprächsbedarf gibt, zeigte auch die anschließende Debatte. Neben Vertretern der verschiedenen Fraktionen brachten auch Bürger ihre Standpunkte ein und machten dem Bezirksamt damit deutlich, dass eine enge Einbindung der Öffentlichkeit absolut notwendig ist. Die SPD-Fraktion Pankow wird darauf hinwirken und das Projekt weiterhin aufmerksam begleiten.

 



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